Tee und Bäume – nachhaltige Jobs mit Naturprodukten

Future Talk

Tee und Bäume – nachhaltige Jobs mit Naturprodukten

10.06.2023

Future Talk am Erzbischöflichen St. Joseph Gymnasium Rheinbach mit Vertreter*innen von Tee Gschwendner und Baumschule Ley.

Gleich drei 9. Klassen des Erzbischöflichen St. Joseph Gymnasiums Rheinbach hatten die Gelegenheit, im Future Talk den Firmen Tee Gschwendner und Baumschule Ley aus Meckenheim Fragen zur Nachhaltigkeit im Unternehmen und zu den Ausbildungen und Berufsperspektiven zu stellen. Für Tee Gschwendner standen Heike Kogel und Prem Thapa Rede und Antwort.

Nachhaltigkeit in ihrem Betrieb bezieht ich nicht nur auf ökologische Aspekte, wie der zunehmende Anteil an Tees aus biologischem Anbau oder die eigene Fotovoltaikanlage. Auch Verantwortung für die Mitarbeitenden, Chancengleichheit und ein gesundes Arbeitsumfeld spielen eine wichtige Rolle.

Eine klassische „grüne“ Berufsperspektive stellten Christoph Dirksen und Camilla Bublies von der Baumschule Ley vor. Die Begeisterung für ihren Beruf und das Naturprodukt „Baum“, das angesichts der Klimaanpassung gerade in Städten immer gefragter wird, war den beiden anzumerken.

Wer Freude an der Arbeit in der Natur hat und auch eine Offenheit für moderne Technik mitbringt, ist bei Ley richtig – denn die Automatisierung erleichtert den Mitarbeitenden immer mehr die Arbeit. Ressourcenschonung, etwa bei der Bewässerung der Bäume, Elektroautos und Fotovoltaik – so versucht Ley beispielsweise den eigenen ökologischen Fußabdruck gering zu halten.

  • Warum machen Sie den Beruf, was hat Sie dazu bewegt?
  • Beeinträchtigt das Ergebnis der Europawahlen die Entwicklung von nachhaltigen Jobs?
  • Merken Sie den Fachkräftemangel?
  • Wie ist es mit der Nachhaltigkeit auf den Teeplantagen im Ausland?
  • Glauben Sie, dass die Arbeitsprozesse weiter automatisiert werden und Sie daher weniger Mitarbeitende brauchen?
  • Wie stehen Sie zur Verwendung von Pestiziden?
  • Wie schaffen Sie es, Ihre Mitarbeiter*innen zu motivieren, nachhaltig zu handeln?
  • Wie können Sie sicher sein, dass es keine Kinderarbeit auf den ausländischen Plantagen gibt, mit denen Sie zusammenarbeiten?
  • Würden Sie ein Angebot von einer anderen Firma annehmen, die nicht nachhaltig arbeitet, aber das doppelte Gehalt zahlt?
Schüler*innen:
  • Ich fand gut, einen Überblick zu bekommen, welche Berufe es in den Unternehmen gibt.
  • Ich fand interessant, was Unternehmen machen können, um nachhaltig zu handeln.

Marketing-Ideen für den Bioladen

Future Activity

Marketing-Ideen für den Bioladen

03.06.2023

Ein Besuch des ältesten Bioladens in Bonn – Momo – stand für die Schüler*innen einer 10. Klasse der Integrierten Gesamtschule Bonn-Beuel auf dem Programm.

Hier erfuhren sie von Sandra Muß und Raoul Schäfer-Groebel viel über Nachhaltigkeit im Bio-Einzelhandel: Bei Momo werden zum Beispiel ganz überwiegend saisonale und regionale Lebensmittel verkauft, auf Verpackungen wird, wo immer möglich, verzichtet, und die Auslieferung der Gemüsekisten erfolgt zum Teil mit dem E-Lastenrad.

Außerdem erfuhren die Schüler*innen, welche Berufe es alles rund um den Biohandel braucht. Dazu gehören nicht nur Einzelhandelskaufleute, sondern auch Bäcker*innen, Landwirt*innen, Metzger*innen, aber auch Jobs in der Buchhaltung, IT und Ernährungsberatung.

Wie kann der Bioladen Momo neue Kund*innen gewinnen?

Ideen der Schüler*innen: Infostände bei lokalen Festivals, mehr Onlinewerbung (z.B. Social Media, auch Tik Tok), Videos, Regale anders anordnen und mehr Schilder aufhängen, Werbung im Stadtbezirk/auf der Straße, coole Aktionen anbieten, Probierstand vor dem Laden …

Besonders beeindruckt hat die Schüler*innen:
  • Wie viele Berufe es in diesem Berufsfeld der Nachhaltigkeit gibt.
  • Dass überwiegend saisonale und regionale Produkte verkauft werden.
  • Dass das Personal sehr freundlich und kundenorientiert ist.

Arbeitsfeld Nachhaltiges Bauen - Potenzial und Verantwortung

Future Talk

Arbeitsfeld Nachhaltiges Bauen – Potenzial und Verantwortung

28.05.2024

Copyright der Bilder: Ursula Steinriede

Der InTec Wahlpflichtkurs des Goethe-Gymnasiums Ibbenbüren (10. Klasse) hat durch den Architekten Simon Feldhaus ein beeindruckendes Bild von den Aufgaben und Anforderungen seines Berufes sowie der Baubranche allgemein erhalten.

Mit den vorgestellten nachhaltigen Bauprojekten seiner Firma feldhausarchitekten verdeutlichte dieser die Faszination, die in den Gestaltungsmöglichkeiten nachhaltiger Bauweise liegt.

Er veranschaulichte für die Schüler*innen die Herausforderungen im Spannungsfeld von Stadtplanung, rechtlichen Vorgaben, Termin- und Kostenplanung und schilderte die Überzeugungsarbeit mit Kund*innen und ausführenden Betrieben.

Im Vorfeld hatten die Schüler*innen im Unterricht Hausmodelle aus Eisstielen gebaut.

  • Wie sind Sie persönlich darauf gekommen, Architekt zu werden?
  • Gibt es Unterschiede im Zeitaufwand zwischen nachhaltiger und herkömmlicher Bauweise?
  • Sind die Kosten für eine nachhaltige Energieversorgung höher als bei einer mit Öl oder Gas?
  • Wie sorgen Sie dafür, dass es möglichst wenig Materialreste gibt?
  • Wie wichtig ist den Kunden eine nachhaltige Bauweise?
  • Wie bringen Sie die drei Säulen Wirtschaft, Umwelt, Soziales in Einklang, wo es dort doch oft Widersprüche gibt?
  • Wie aufwändig ist es, alte Gebäude zu renovieren?
  • Gibt es Unterschiede im Ausland im Bereich nachhaltiger Architektur?

Zum Abschluss sagte ein Schüler „Jetzt weiß ich, was mein Traumberuf ist“.


Von Wärmepumpen bis Regenwassernutzung

Future Talk

Von Wärmepumpen bis Regenwassernutzung

24.04.2024

Future Talk einer 10. Klasse des Nicolaus-Cusanus-Gymnasiums in Bonn mit der Geschäftsführung der Firma Schöllgen Haustechnik GmbH aus Alfter bei Bonn.

Die Firma Schöllgen Haustechnik setzt stark auf Nachhaltigkeit. Sie baut nicht nur Wärmepumpen ein, sondern hat auch das Unternehmen selbst nachhaltig aufgestellt mit E-Autos, Holzpellet-Heizung, Photovoltaik auf dem Dach und Regenwasser-Nutzung.

Mit den Schüler*innen diskutierten Geschäftsführer Bernd Schöllgen und Prokuristin Sabrina Schöllgen. Im Future Talk beantworteten sie nicht nur Fragen zur Nachhaltigkeit und zu Ausbildungs- und Praktikumsmöglichkeiten, sondern auch zu den eigenen Berufsfindungsprozessen und -laufbahnen.

  • Das ist ja ein sehr anstrengender Job. Wie unterstützen Sie die Mitarbeitenden gesundheitlich?
  • Warum haben Sie sich gerade diesen Bereich der Nachhaltigkeit für Ihren Beruf ausgesucht?
  • Wie überzeugen Sie Ihre Kunden (von der erneuerbaren Wärmetechnik)?
  • Welche Probleme bzw. Vorteile hat das Heizungsgesetz mit sich gebracht für das Unternehmen?
  • „Es ist wichtig, bei der Berufsauswahl die Umwelt zu berücksichtigen und sich z.B. eine Arbeit in der Nähe zu suchen und nachhaltige Verkehrsmittel wie z.B. ein E-Bike zu nutzen.“
  • „Nachhaltigkeit ist vielseitig.“
  • „Ich möchte selbstständig werden und mein „eigener Chef“ sein.“

Beeindruckt waren die Schüler*innen vor allem von diesen drei Dingen:

  • Vielseitigkeit der nachhaltigen Jobs
  • Kompetenz der Mitarbeiter
  • Dass nicht nur Noten zählen

Arbeitsplatz Wasserwerk

Future Talk

Arbeitsplatz Wasserwerk

22.03.2024

Future Talk einer 10. Klasse der Schule am Bagno in Steinfurt bei den Stadtwerken Steinfurt im Wasserwerk Emsdetten.

Fünf Auszubildende stellten das Unternehmen und ihre vielfältigen Ausbildungsberufe vor: Geomatiker*in, Fachinformatiker*in Anwendungsentwicklung, Industriekaufmann*frau, Anlagenmechaniker*in für Versorgungstechnik, Elektroniker*in Energie- und Gebäudetechnik.

Beim Future Talk beantworteten die Azubis die Fragen der Schüler*innen, unterstützt von zwei Ausbilder*innen. Anschließend konnte sich die Klasse bei einer kurzen Führung einen Eindruck vom Wasserwerk als Arbeitsplatz verschaffen.

  • Warum wollten Sie unbedingt in diesem Bereich arbeiten? Hatten Sie ein Erlebnis, beispielsweise in Ihrer Schulzeit, was Sie zu diesem Berufsbereich bewegt hat?
  • Ist in der Ausbildung etwas passiert, was aus nachhaltiger Sicht negativ bzw. besonders positiv ist?
  • Gibt es Konflikte, Fehlkommunikation oder Missverständnisse mit Kollegen?
  • Die Wasserwerke liegen weit außerhalb und sind nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln, sondern nur mit dem Auto zu erreichen. Wie ist das mit den Nachhaltigkeitszielen vereinbar?

Schüler: „Ich fand es gut, dass wir auch kritische Fragen stellen durften und dass diese auch beantwortet wurden.“

Die Azubis haben sehr souverän vorgetragen. Sie bekommen in der Ausbildung die Gelegenheit, sehr selbstständig zu arbeiten und eigene Projekte durchzuführen.


SHK-Betrieb setzt auf Wärmepumpen

Future Talk

SHK-Betrieb setzt auf Wärmepumpen

05.03.2024

Future Talk einer 10. Klasse des Nicolaus-Cusanus-Gymnasiums in Bonn mit einer Vertreterin der Firma Josef Küpper Söhne GmbH.

Nachhaltigkeit spielt bei Küpper eine zentrale Rolle. So baut der SHK-Betrieb aus Bonn schon seit Jahren keine Ölheizungen mehr ein, sondern setzt vor allem auf Erneuerbare Energien und Wärmepumpen.

Auch der Betrieb selbst ist nachhaltig aufgestellt: Zum Beispiel erfolgt die Stromversorgung mit der eigenen Photovoltaikanlage und die Firmenfahrzeuge werden überwiegend eletrisch betrieben. Im Gebäude gibt es Bewegungsmelder für die Beleuchtung und automatische Abschaltung, es werden nur energieeffiziente Geräte angeschafft und es wird so wenig wie möglich ausgedruckt. Am Standort in Meckenheim betreibt Küpper ein komplett energieautarkes Firmengebäude. Tina Christen, Assistentin der Geschäftsführung, stellte sich beim Future Talk den Fragen der Schüler*innen.

  • Gab es ein Ereignis in Ihrem Berufsleben, das Ihre Sicht auf nachhaltige Berufe geändert hat?
  • Werden nur Produkte aus Deutschland eingebaut?
  • Gibt es faire Arbeitszeiten und fairen Lohn?
  • Wie ist es bei Ihnen mit Nachhaltigkeit im Büro?
  • Wie würden Sie reagieren, wenn Sie feststellen, dass die Praktiken Ihres Unternehmens unerwartete negative Auswirkungen auf die Umwelt haben?

Die Schüler*innen waren vom guten Arbeitsverhältnis zwischen Chef und Azubis überrascht. Auch fanden sie es beeindruckend, dass bei Küpper immer Alternativen gesucht und gefunden werden, um nachhaltig zu handeln.

  • „Man sollte sich über viele Berufe erkundigen und Praktika machen.“
  • „Rentenalter ist 67: Wählt einen Beruf, der euch gefällt!“
  • „Das Gehalt ist nicht alles, achtet auf Nachhaltigkeit.“